keine doofe vita! ich erz√§hle!ūüėé

immer in bearbeitung - nie fertig. oder doch? na, irgendwann!


warum "egorepair"?

im zuge eines k√ľnstlerfestes im hof vor heinz pfeiffers atelier im sommer 1991 wurden in der damals dort ebenfalls ans√§ssigen galerie reile werke, die wir k√ľnstler gespendet hatten, an besucher des festes versteigert. mein werk "revolution" ging an eine dame, die sich als rolf bossis ehefrau vorstellte und mir unter dankbarer umarmung erz√§hlte, sie habe das werk f√ľr ihre drogenabh√§ngige tochter ersteigert und hoffe, damit ein umdenken"mausis" und eine abkehr von der sucht zu erreichen.

Im selben Jahr sa√ü ich nach einer sommerlesung in der "Pasinger Fabrik" mit mitstreiterinnen und freunden in einem nahegelegenen lauschigen biergarten zusammen; wir wollten den abend ausklingen lassen. unvermittelt kam eine frau auf mich zu, erw√§hnte, sie sei eben in der lesung gewesen, f√§nde meine lyrik so interessant wie anregend und wisse nun, dass sie sich scheiden lassen werde. meine texte hatten ihr den versch√ľtteten zugang zu ihrem "ich" freigelegt. sie bedankte sich und verschwand in der dunkelheit. an unserem tisch blieben menschen sprachlos und √ľberw√§ltigt zur√ľck.

ich will nun nicht behaupten, art + word könnten uneingeschränkt verbogenes oder auch nicht hinreichend erkanntes "ich" heilen (in mausi bossis fall gelang es leider nicht dauerhaft, sie ist heroinabhängig geblieben und, wenn ich mich recht erinnere, 2006 gestorben); allerdings gibt es - auch aus eigener erfahrung!!! - durchaus die möglichkeit, sein verlorengegangenes ich mit kunst und dichtung wiederzufinden und auch dauerhaft zu erneuern, ob man selbst kunstschaffender/dichter ist oder "nur" die richtigen impulse empfängt beim betrachten oder hören von botschaften.



geboren wurde ich im jahr der gr√ľndung des staates Israel.

von fr√ľhester kindheit an von meinen kunstsinnigen eltern und namhaften k√ľnstlern sowohl in bildender kunst, bildhauerei als auch literarischem schreiben gef√∂rdert, bekannte ich mich nach eigenem k√ľnstlerischen ansatz in den 1950ern als kind trotz des widerstands meines damaligen k√ľnstlerischen f√∂rderers sodann in den 1960ern nach einem warhole-ausflug zur pop art und folgte joseph beuys (FIU) ab den 1970ern.

ich bin der fluxus-bewegung treu geblieben.

ich danke mike deodato f√ľr seine hervorragende einf√ľhrung in die welt des klassischen comics, einem expressiven stil, dem ich mich erst ziemlich sp√§t zuwandte.

ich habe in und au√üerhalb m√ľnchens √∂ffentlich ausgestellt, u. a. abend- und monatsausstellungen (auch in caf√©s u. √§., um das werk unmittelbar unters geschw√§tzig entspannte publikum zu bringen). zusammen mit anderen europ. k√ľnstlern war ich teil einer ausstellungsgemeinschaft in einer kleinen galerie in sevilla anl√§sslich der "Expo 92"¬† (Exposici√≥n Universal de Sevilla 1992).

meine lyrik wurde mit und ohne meine genehmigung veröffentlicht, öffentlich gelesen habe ich bis in die 2000er jahre hinein - einmal auch im rahmen einer gemeinschaftslesung beim bayerischen rundfunk.

ich habe mich vor zwei jahren entschlossen, nur noch auf meiner eigenen homepage zu ver√∂ffentlichen und √ľberlasse es dem schicksal bzw. ausgew√§hlten interessenten (auf anfrage), meine dichtkunst zu erkunden.

meine dichtung lebt aus der sich unendlich bewegenden abstraktion!

der irakische dichter fuduli soll einmal gesagt haben: "mein wort ist der bannertr√§ger, der der armee der dichter den weg weist. wenn sich gedanken, die im herzen geboren wurden, auf den fl√ľgeln der vorstellungskraft emporschwingen, beginnen sie, die tore der unermesslichkeit aufzubrechen."

f√ľr mich sind nur im alten testament, das lyrisch abgefasst ist, die tore der metaphorischen unermesslichkeit offen. dort liegt f√ľr mich die ewig sprudelnde quelle des bildsch√∂nen WORTS.


ohne musik kann ich nicht leben! in ihr ist auch mein (noch nicht abgeschlossener!) revolutionärer lebensweg seit der 68er-bewegung verborgen.

ich denke an rainer sch√∂ne, den star der 1968er hair-auff√ľhrung in m√ľnchen, und unsere gemeinsame wohnungssuche, die uns drastisch die damals noch √§u√üerst spie√üige m√ľnchener gesellschaft in form voyeuristisch aufgelegter alter kerle vor augen f√ľhrte, die nur deshalb eine wohnung anboten, da ein junges, buntes paar einblicke in "freie liebe" zu verhei√üen schien.

als liebhaberin auch der klassischen musik hatte ich vor langer zeit per einladung gelegenheit, sergiu celibidache bei einer orchesterprobe mit den m√ľnchner philharmonikern zu erleben.

erik satie war mein lieblingskomponist als siebenjährige.

bis vor wenigen jahren war ich noch eifrige konzertg√§ngerin, auf folk- und rockveranstaltungen in m√ľnchen unterwegs (von CSN √ľber Eric Burdon, Canned Heat, Robert Plant, zu Rolling Stones, Who und was es sonst noch an musikalischen aufputschern gibt - sogar signierte drum sticks von Saga nenne ich mein eigenūüėä).

der seit 2015 sehr belastend ver√§nderten sicherheitslage im √∂ffentlichen raum geschuldet, verzichte ich nun mit wachsendem groll auf dieses √§u√üerst belebende vergn√ľgen und auch auf meine gewohnten "urban jungle tours" durch m√ľnchen, anl√§sslich derer ich gut und gerne jeweils mindestens 15 km zu fu√ü zur√ľcklegte und ungeahnte visuelle und akustische sch√§tze entdeckte. ich bin syn√§sthetikerin, war seit meinem f√ľnften lebensjahr schon st√§ndig unterwegs und eine beschneidung meiner bewegungsfreiheit empfinde ich als grausam, sie ist eine beleidigung meines intellekts und eine politisch so dumme wie impertinente r√ľckabwicklung aller von uns 68ern erk√§mpften freiheiten.

 

besucht meinen kanal auf youtube! enjoy!ūüíč

playlistsūüŹĶ: https://www.youtube.com/channel/UC-OTR0wIAQTbWXsYZc10Rug/playlists?view_as=subscriber

link am besten in neuem tab öffnen.

 


w√§hrend der 68er-bewegung bis weit in die 1970er jahre hinein war ich aktivistin bei "wri" (war resisters international), in m√ľnchen damals noch "stationiert" in einem winzigen, baracken√§hnlichen"konspirativen" h√§uschen mit steiler treppe bei der paul-heyse-unterf√ľhrung. sp√§ter unterst√ľtzte ich "dfg-vk" bis zu monty sch√§dels ernennung zum gesch√§ftsf√ľhrer.

nach politischer identit√§tssuche als marxistin und einer "mitgliedschaftsreise" durch die g√§ngigen altparteien, habe ich mich j√ľngst entschieden, keine politischen parteien mehr zu unterst√ľtzen.

noch heute bin ich dem treuen rudi dutschke verbunden und sehe gerade anhand der aktuellen politischen entwicklung, wie recht er hatte mit seinen sp√§ten ansichten! rip, rudi! ‚̧& ‚ėģ forever!


wichtige ortsbegegnungen:

london, mailand, besan√ßon, genua, portofino (ūüíč), rapallo, santa margherita ligure, basel, z√ľrich, st. gallen, winthertur, genf, lyon, marseille, avignon, perpignan, barcelona, tarragona, d√©nia, calp, alicante, meran, bozen, hy√®re, rocbaron, forcalqueiret, brignoles, wien, salzburg, keszthely, sopron, leinsweiler (slevogt), badenweiler, strasbourg ...¬†

und immer wieder bin ich zur√ľckgekehrt nach m√ľnchen, das heute allerdings viel von seinem 1960er/1970er-charme verloren hat; selbst in den 1980ern und anfangs-1990ern "tobte" hier noch eigenst√§ndiges kulturleben. danach ging's steil bergab in die flache raffgierspie√üigkeit und eine seltsam erzwungene "multikulti"-gesellschaft, die mit der mir aus den 1960ern/70ern bekannten, durch hippies, revoluzzer und mitrei√üendem zeitgeist in schwindelnde h√∂hen geschnellte "stadtfarbigkeit" nichts zu tun hat. ich halte mich fern vom widerw√§rtig gek√ľnzelten, aufgesetzten mainstreamimage.

auch paris ist nicht mehr empfehlenswert; kaum zu glauben, dass da ein teil meiner familie "lebt/e".



in gedanken bin ich immer auf meiner lebensstra√üe "route 66" unterwegs. es gab ein st√ľck, das man in den anfangs-1960ern im radio gelegentlich zu h√∂ren bekam und mich neugierig machte: Nelson Riddle "Route 66 Theme"

sp√§ter brachten die Stones den richtigen drive rein f√ľr uns teenage girlsūüíč

und dann kam "Easy Rider". mein damaliger freund war biker und ich seine sozia - wir besorgten uns ein riesiges filmplakat f√ľr unsere wohnung. richtige motorradklamotten hatten wir damals nicht. wir fuhren in jeans bzw. hot pants und jeansjacken; bei regen und k√§lte kam zeitungspapier unter die jacken. es war aufregend und wir f√ľhlten uns frei.‚ėģ

aus gr√ľnden der reminiszenz trage ich nach wie vor eine route-66-anstecknadel am bikerj√§ckchen! ūüíė‚úĆ

ein altes us-nummernschild h√§ngt in meinem haight-ashbury-wohnatelier in m√ľnchen.